Ayyildiz peilt den Wiederaufstieg an

Es kribbelt noch immer in seinen Beinen. Das gibt Toufik Butziat ohne Umschweife zu. Dass der frühere Fußballer der Spvg. Radevormwald und des FC Remscheid beim SC Ayyildiz Remscheid ein Comeback auf dem Fußballplatz feiern wird, ist aber unwahrscheinlich. „Höchstens an den letzten beiden Spieltagen“, sagt der Trainer des Bezirksliga-Absteigers. „Wenn bis dahin alles gut gelaufen ist.“

Gut laufen würde es bei der Mannschaft vom Honsberg, wenn ihr der Wiederaufstieg gelingen würde. Dafür hat man kräftig investiert, hat den Kader runderneuert. Und hat eben Butziat geholt. Diesen feinen Techniker mit dem eigenen Kopf. Er war nicht immer leicht zu führen. Aber wenn es einem Trainer gelang, dann zahlte der Offensivmann das mit Leistung zurück.

Vorbilder als Trainer gibt es einige

Lothar Huber gehörte zu den Leuten, die Butziat im Griff hatten. Deshalb überrascht es nicht, dass der neue Ayyildiz-Coach den früheren Abwehrspieler von Borussia Dortmund als Ersten nennt, wenn es um die Aufzählung seiner besten Trainer geht. „Lothar Huber, Bert Holthausen, Stefan Brandt – jeder hatte seine Stärken.“

Was ihm besonders an Huber imponierte: „Er hat viel mit den Spielern geredet.“ Das will er in seiner Funktion beim SCA auch tun. Auf dem Weg, ein Team zu formen, welches der großen Erwartungshaltung gerecht wird. „Ich sage nicht, dass wir das Bayern München der Liga sind“, stellt Butziat klar. „Aber wir wollen hoch.“ Dabei sind Favoriten andere für ihn. Eingespieltere Mannschaften. „Ich habe Rade und den SV 09/35 Wermelskirchen ganz oben auf der Rechnung.“ Die Anfänge seiner Arbeit waren nicht einfach. „Es waren doch viele Spieler in Urlaub“, sagt Butziat. „Und dass die Plätze so lange gesperrt sind, kannte ich auch nicht.“ Inzwischen kann auf dem Honsberg trainiert werden, wo es Butziat darum geht, „schnell ein Team zu formen“. Es gab schon erfreuliche und torreiche Ansätze. Wie beim 5:2 gegen die TG Burg und beim 8:1 gegen die TS Struck. Unter anderem traf Recep Kalkavan. Auf den von Grün-Weiß Wuppertal geholten torgefährlichen Spielmacher setzt man bei Ayyildiz besonders große Stücke.

Gerne hätten sich die Remscheider am 9. August bei einem eigenen Turnier weiter eingespielt. Doch dies musste abgesagt werden, weshalb man nun noch einen Testspielgegner für die Woche vor dem Saisonstart sucht.

Remscheider Talente wollen Profis werden Remscheid.

Remscheider Talente wollen Profis werden Remscheid.
Die Nachwuchskicker Burak Altundag und Kenan Altun (beide acht) stehen seit geraumer Zeit im Kader des Leistungszentrums des Wuppertaler SV. Beide begannen im Alter von vier Jahren beim SC Ayyildiz Remscheid mit dem Fußball.

Mittelfeldspieler Burak ist sehr zweikampfstark, erobert viele Bälle, schaltet sehr schnell um und fiel als Vorlagengeber bei etlichen Angriffen auf, die zum Torerfolg führten. Der Linksfuß, der als fußballerisches Vorbild Ronaldo angibt, wird dreimal wöchentlich von seinem Vater und Ex-Trainer Bülent zum Training gefahren. Obwohl er als Traumberuf „Profi-Fußballer“ angibt, ist er auch im Schwimmsport äußerst talentiert. Bei der SG Remscheid nimmt er derzeit ebenfalls an drei Trainingseinheiten pro Woche teil. „Er muss sich bald entscheiden, ob er Schwimmen oder Fußball als Leistungssport bevorzugt“, erklärt sein Vater. Sicher würde er sich mehr freuen, wenn sich sein Filius, der die Grundschule Reinshagen besucht, für den Fußball entscheidet, denn in diesem Sport war er selbst lange Jahre aktiv.

Schnelligkeit ist die Stärke von Kenan Altun. Der Linksfuß ist dribbelstark und darüber hinaus einfallsreich. Für Altun, der demnächst die vierte Klasse der Grundschule Stadtpark besucht, ist Messi das Vorbild. „Ich möchte einmal bei Barcelona spielen“, ist sein größter Traum.

Beide Talente sind vor allem ihrem ersten Verein dankbar. Sie haben ihre Anfänge nie vergessen. Unisono betonen sie, dass sie bei Bülent Altundag im SC Ayyildiz sehr viel gelernt haben.